The Golden Age of Concerto Grosso: BIP-Projekt in Parma

THE GOLDEN AGE OF CONCERTO GROSSO: BIP-Projekt in Parma

Unsere Studierende Beatrice Zappacosta hat am BIP-Projekt mit dem Titel „The Golden Age of Concerto Grosso“ von 18. bis 22. März 2026 in Parma teilgenommen. Hier ihr authentischer Eindruck.

Barockklang und Begegnung in Parma

Eine intensive, spannende und vor allem sehr bereichernde Woche durfte ich im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Programme in Parma vom 18. bis 22. März erleben.

Gemeinsam mit Studierenden des Conservatorio di Parma sowie anderen Hochschulen aus Spanien, Polen, Norwegen und Lettland stand vor allem eines im Fokus: Austausch, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Genau das hat diese Tage so besonders gemacht.

Unser Projekt drehte sich um die Frage, wie das Orchester von Corelli im späten 17. Jahrhundert tatsächlich geklungen haben könnte. Dafür haben wir in einer großen Besetzung von etwa 100 Musiker:innen gearbeitet, mit Violinen, Bratschen, Viola da Gamba, Celli, Kontrabässen und Cembali. Besonders beeindruckend war der für die moderne Vorstellung ungewöhnlich groß besetzte Basso Continuo und die Mischung aus modernen und barocken Instrumenten sowie unterschiedlichen Spielweisen.

Eindrucksvoll und eiskalt

Der Tagesablauf war intensiv, aber gut strukturiert: vormittags wurde geprobt, nach der Mittagspause folgten Vorlesungen zu Themen wie Il Violoncello da Spalla, L’arte del partimento oder historischen Quellen zur Geschichte der Konservatorien sowie Fragen zu Aufführungspraxis und Spieltechnik.

Den Höhepunkt bildete das Abschlusskonzert unter dem Dirigat vom Maestro Alessandro Ciccolini in der Chiesa di San Rocco: eindrucksvoll, wenn auch eiskalt. Trotzdem war die Atmosphäre einzigartig! 

Auf dem Programm standen die Concerti grossi Nr. 1, 4, 5 und 8, sowie eine Sinfonia (Introduzione per l’Oratorio per Santa Beatrice D’Este von G.L. Lullier) von Arcangelo Corelli und ein Concerto Grosso für 4 Violinen von Giovanni Mossi.

Neben der Musik bleibt vor allem der Dialog in Erinnerung: so viele unterschiedliche Perspektiven auf Musik, Pädagogik und Orchesterpraxis und gleichzeitig eine gemeinsame Begeisterung. Auch abseits des Projekts begeisterte Parma mit sonnigem Wetter, einer freundlichen Atmosphäre und vor allem mit köstlicher regionaler Küche.

Insgesamt eine Erfahrung, die ich jederzeit wieder machen würde und die ich wirklich allen weiterempfehlen kann!

Beatrice Zappacosta 

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