Klaviermeisterkurse am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom

DIE EWIGE STADT UND DIE JHP

Vom 16. bis 18. Juni 2026 fanden im Rahmen des „Erasmus+“-Programms Klaviermeisterkurse von Prof. (privH) Dr. Stanislaw Tichonow am „Conservatorio di Musica Santa Cecilia“ in Rom statt.

Hier sein Bericht:

Im Laufe meiner Arbeit am Joseph-Haydn-Konservatorium (unsere derzeitige Privathochschule) habe ich mehrmals an Erasmus-Projekten teilgenommen, unter anderem in Italien. Nirgendwo waren die Begegnungen mit den Studierenden und Kolleg:innen für mich jedoch so bedeutungsvoll und emotional wie im Juni 2026 in Rom, denn das „Conservatorio Santa Cecilia“ gehört zu den ältesten, traditionsreichsten und wichtigsten Musikuniversitäten Europas. Die Wurzeln dieser Ausbildungsstätte gehen bis ins Jahr 1565 zurück, als die „Congregazione dei Musici di Roma” gegründet wurde. Die Musikausbildungsstätte in ihrer modernen Form entstand 1870 aus zwei Ausbildungsklassen auf Initiative des Liszt-Schülers und Pianisten Giovanni Sgambati sowie des Geigers und Dirigenten Ettore Pinelli. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Konservatorium zu einer der bedeutendsten italienischen Ausbildungsinstitutionen für Musik.

Mehr als 1000 Studierende

Heute beherbergt diese Schule rund 1.082 Studierende aus 34 Nationen, die von 169 Lehrenden unterrichtet werden. Die Bibliothek der Hochschule beinhaltet 300.000 Bucheinheiten, darunter 8 Inkunabeln, 312 Ausgaben aus dem 16. Jahrhundert, 10.000 Manuskripte, 320 Zeitschriften sowie eine Schallplattenbibliothek mit rund 4.000 Einheiten, darunter LPs, CDs, Audio- und Videokassetten. Das Konservatorium besitzt auch eine Sammlung wertvoller Musikinstrumente. Der Hauptkonzertsaal dieser Schule besticht durch seine Schönheit und Größe. Während meines dreitägigen Aufenthalts hatte ich die Aufgabe, Klavierunterricht für die Studierenden des Bachelor- und Masterprogramms zu geben. Insgesamt habe ich 13 Pianist:innen aus mehreren Ausbildungsklassen in etwa 17 Stunden betreut. Diese Arbeit hat mir besonders viel Spaß gemacht, weil alle jungen Musiker:innen sehr motiviert waren und sich meiner Meinung nach während dieser Unterrichtseinheiten in ihrem Spiel deutlich verbessert haben.

Positive Reaktionen

Auch die Reaktion der Lehrenden war sehr positiv. Besonders wertvoll finde ich, dass keine einzige Stunde dieser Kurse ohne Zuhörer geblieben ist. Unter den Besuchern waren nicht nur andere Studierende der Hochschule, sondern auch von mir hoch geschätzte Kolleg:innen.

Die intensive Arbeit und die Hitzewelle in Rom haben mir keine Möglichkeit gegeben, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu genießen. Trotzdem konnte ich kurz vor meiner Abreise das „Museo Nazionale Romano“ mit den Sammlungen antiker römischer Kunst besichtigen. Das war der gelungene Abschluss dieser für mich so inspirierenden Reise. Ich freue mich, dass durch diesen Aufenthalt die Erasmus-Kooperation unserer Hochschule mit der renommierten italienischen Universität für Musik beginnt und hoffe, dass diese Kontakte weiter bestehen werden.

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