Kerstin Sommer studiert in London

JHP-Studentin Kerstin Sommer studiert seit September in London

Hier ihr erster authentischer Erfahrungsbericht.

Seit drei Wochen lebe und studiere ich nun an der Guildhall School of Music and Drama in London. Als Trompeterin begegnet man hier täglich einer beeindruckenden Vielfalt an musikalischen Stilen und Herangehensweisen. Ob historische Aufführungspraxis, verschiedenste Ensembles oder der klassische Instrumentalunterricht. Jeder neue Impuls wirft die Frage auf: was spricht mich wirklich an? Was möchte ich musikalisch ausdrücken?

Diese Offenheit und der ständige Austausch mit Kommiliton:innen und Dozent:innen aus aller Welt fordern einen geradezu heraus, das eigene Spiel zu hinterfragen. Man erkennt, wie sehr man sich in vertrauten Mustern eingerichtet hat und wie spannend es ist, diese zu durchbrechen. Es ist ein Prozess, der nicht immer leicht ist, aber gerade deshalb so wertvoll.

Besonders schön ist die Offenheit der Menschen. Die Trompetenklasse hat mich von Anfang an herzlich aufgenommen und als Teil ihrer Gruppe inkludiert. Wie eine kleine Familie fühlt sich auch unsere Erasmus Gruppe an. Wir sind hier 6 Studierende, die am Programm teilnehmen und es tut gut, sich mit Menschen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen machen und vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Und dann gibt es diese kleinen Momente, die einem das Gefühl geben, doch nicht ganz so weit von zu Hause entfernt zu sein. So habe ich hier in London auch Manuel Hollendohner getroffen, einen alten Freund und ehemaligen Studenten der JHP. Bei einem Kaffee haben wir Erinnerungen geteilt und neue Eindrücke ausgetauscht. In einer so großen Stadt ein vertrautes Gesicht aus Eisenstadt zu sehen, ist schon etwas Besonderes.

London selbst ist der perfekte Ort für diese musikalische und persönliche Suche. Die Stadt ist voller Musik, voller Kontraste, voller Menschen, die ihre eigene künstlerische Stimme finden wollen. Jeder Tag bringt neue Impulse, neue Herausforderungen und vielleicht auch die Erkenntnis, dass der eigene Stil nicht festgelegt ist, sondern sich ständig weiterentwickelt. Ich bin gespannt, wie sich das Semester noch entwickeln wird und freue mich auf die kommende Zeit.

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