Gitarrensymposium der Superlative an der Joseph Haydn Privathochschule

WENN DIE SAITEN KLINGEN: Gitarrensymposium der Superlative an der Joseph Haydn Privathochschule

Von 9. bis 11. April 2026 fand an der Joseph Haydn Privathochschule Burgenland ein Gitarrensymposium. Unser Dozent Nejc Kuhar zieht Bilanz.

Das Symposium war eine Zusammenarbeit zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Österreich, Spanien, Belgien, Portugal, Tschechien, den Niederlanden, Slowenien, Mexiko, der Schweiz und Venezuela.

Am Donnerstagabend hatten wir das Eröffnungskonzert mit dem tschechischen Gitarristen Pavel Steidl (Professor in Den Haag, Niederlande). Pavel Steidl gehört zu den absolut besten Gitarristen der Welt, und wir waren besonders froh, da er selten in Österreich auftritt. Auf dem Programm standen Meisterwerke der Klassik und Moderne sowie auch eigene Werke.

Am Freitag durften wir Gitarristen und Gitarristinnen der jüngeren Generation hören. Zunächst trat das Daniyah Guitar Duo mit zwei jungen Künstlerinnen auf, die beide in der Schweiz tätig sind. Maja und Alice haben trotz ihres jungen Alters die wichtigsten Wettbewerbe für Kammermusik mit Gitarre gewonnen. In der zweiten Hälfte konnten wir Oman Kaminsky aus Mexiko hören, Professor in Antwerpen, Belgien. Er spielt nicht nur klassische Gitarre, sondern auch Barockgitarre.

Concierto de Aranjuez

Ein Konzert für Gitarre und Orchester steht ohnehin nicht oft auf Orchesterprogrammen, zwei Konzerte an einem Abend sind bereits selten. Aber drei Konzerte in einem Event, das ist fast unvorstellbar. Genau das war jedoch der Höhepunkt am Samstag an der JHP: mit dem Art Symphony Orchestra Madrid unter der Leitung von Jesús Olivetti sowie den Solisten Gabriel Guillén und Nejc Kuhar. Auf dem Programm standen das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo (mit seiner Tochter Cecilia Rodrigo im Publikum), die Weltpremiere des „Concertino“ von Otto Strobl sowie die Aufführung des Gitarrenkonzerts Nr. 3 von Nejc Kuhar.

Tochter von Rodrigo besuchte JHP

Ein Höhepunkt war der Besuch von Cecilia Rodrigo, der legendären Tochter des Komponisten Joaquín Rodrigo. Sie hielt am Samstag einen Vortrag über das Leben, Werk und Vermächtnis des Komponisten.

Der Samstag stand ganz im Zeichen Rodrigos: Nach Cecilias Vortrag folgte eine Aufführung des Stücks „Sonata pimpante“ von Joaquín Rodrigo mit dem Geiger Guillaume Pasch und der Pianistin Wakana Matsumoto sowie die Präsentation eines Masterprojekts der Studentin Zhao Jinqi mit dem Titel „Zu Ehren des 125. Geburtstags des Komponisten Joaquín Rodrigo“.

Großartige Studenten, tolle Akustik

An allen drei Tagen fanden zudem Meisterkurse mit Pavel Steidl und Oman Kaminsky statt, bei denen die Studierenden von solchen renommierten Künstlern lernen konnten. An dieser Stelle möchte ich unseren Studierenden ein besonderes Kompliment aussprechen: Sie waren bei allen Konzerten anwesend, haben an den Meisterkursen teilgenommen und die Künstler tatkräftig unterstützt. Wir haben eine sehr zuverlässige und engagierte Studierendengruppe.

Eine Kleinigkeit, auch wenn sie durchaus wichtig ist: Von allen Musikern, die am Donnerstag und Freitag gespielt haben, haben wir großes Lob bezüglich beider Säle erhalten. Pavel Steidl sagte: „Es ist selten, dass ich in einem so akustisch feinen Saal spiele.“

.
.
.