Das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) Haydn Vocal – Musical and Cultural Encounters in “Stabat mater” and “Salve regina” by Joseph Haydn war ein großer Erfolg. Hier der Abschlussbericht von Alexander Gangoly-Madl:
Das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) Haydn Vocal – Musical and Cultural Encounters in “Stabat mater” and “Salve regina” by Joseph Haydn widmete sich intensiv der Auseinandersetzung mit zwei geistlichen Werken von Joseph Haydn, dem Stabat Mater (Hob. XXa:1, 1767) sowie dem Salve regina in g-Moll (Hob. XXIIIb:2). Ziel des Programms war es, musikalische Exzellenz mit interkulturellem Austausch zu verbinden und Studierenden aus verschiedenen europäischen Ländern eine vertiefte künstlerische sowie wissenschaftliche Beschäftigung mit Haydns Vokalmusik zu ermöglichen.
Bereits im Vorfeld zeigte sich das große Interesse an diesem Programm: Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen mussten rund 20 Studierende abgelehnt werden. Dies unterstreicht die Attraktivität des Programms sowie die Relevanz des gewählten Themas im internationalen Kontext. Am Programm nahmen Studierende von Partnerinstitutionen aus Italien und Polen sowie von der Joseph Haydn Privathochschule teil, wodurch ein vielfältiger internationaler Austausch gewährleistet wurde.
Das BIP gliederte sich in eine virtuelle Vorbereitungsphase sowie eine physische Mobilitätsphase in Eisenstadt. In der virtuellen Phase am 26. Februar 2026 erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in das Projekt und arbeiteten in Gruppen an der historischen und musikalischen Analyse der Werke.
Abschlusskonzert in der Bergkirche
Der Schwerpunkt der Präsenzphase vom 16. bis 20. März 2026 lag auf der intensiven Probenarbeit. Diese umfasste getrennte Proben von Chor und Orchester sowie Proben mit den Solist:innen, die schließlich in Gesamtproben zusammengeführt wurden. Den Höhepunkt bildete das öffentliche Abschlusskonzert in der Bergkirche in Eisenstadt, der Begräbnisstätte Joseph Haydns, welches von Projektleiter Markus Winkler dirigiert wurde und den künstlerischen Arbeitsprozess erfolgreich abschloss.
Ergänzt wurde die Probenarbeit durch ein vielseitiges Rahmenprogramm. In mehreren Lectures wurden vertiefende Einblicke in unterschiedliche Aspekte von Haydns Werk vermittelt, darunter seine Musikinstrumente und deren Erbauer, die Rolle von Sprache in seiner Musik sowie das Werk „Libera me“. Workshops für verschiedene Instrumentengruppen (Oboe, Fagott, Streicher) sowie für Vokaltechnik boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Interkultureller Dialog
Darüber hinaus förderten gemeinsame Austauschformate den interkulturellen Dialog zwischen den Studierenden. Eine Exkursion zum Schloss Esterházy sowie in das Haydn-Haus ermöglichte eine unmittelbare Begegnung mit den historischen Wirkungsstätten des Komponisten. Ergänzend dazu konnten die Teilnehmenden im Unterricht hospitieren sowie ein Konzert eines weiteren Projekts besuchen.
Das Programm leistete einen wesentlichen Beitrag zur künstlerischen und persönlichen Entwicklung der Studierenden. Neben der Vertiefung musikalischer Kompetenzen wurden insbesondere Teamfähigkeit und interkulturelles Verständnis gestärkt. Die intensive Zusammenarbeit in einem internationalen Ensemble sowie die Verbindung von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion im Sinne des „Artistic Research“ erwiesen sich als besonders gewinnbringend.
Insgesamt kann das BIP „Haydn Vocal“ als großer Erfolg bewertet werden. Es vereinte auf überzeugende Weise musikalische Arbeit auf hohem Niveau mit interkulturellem Lernen und stellte eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten dar.



